Lebensgeschichte

 

Hochdruckgebiet  GINA

(getauft am 05.07.2003)

 

 

 

Dank einer stark aufgefächerten und daher relativ schwach ausgeprägten von Neufundland über den Nordatlantik hinweg nach Mitteleuropa reichenden westlichen Höhenströmung konnte sich am 04.07.2003 ein Hochkeil über dem Ostatlantik ausbilden. Das dazugehörige Bodenhoch verlagerte sich nur langsam ostwärts und wurde am 05.07.2003 in der Berliner Wetterkarte auf den Namen GINA getauft.

Auf Grund der recht schwachen Höhenströmung mit Windgeschwindigkeiten unter 50 Knoten hat sich das Hoch nur langsam nach Nordosten verschoben. Lag es am 06.07.2003 noch vor der Bretagne, so befand es sich in der Nacht zum Montag über Belgien und den Niederlanden. Deutschland unterlag damit zunehmendem Hochdruckeinfluss. Da es jedoch am östlichen Rand des nun über dem Atlantik recht geschlossenen Hochdruckgürtels lag, gelangte mit der vornehmlich nordwestlichen Strömung feuchte und nur mäßig warme Luft (xPs) in unseren Raum. Dementsprechend konnten am Sonntag Temperaturen um maximal 20°C gemessen werden.

Am 07.07.2003 hielt sich nördlich von Mosel und Main zeitweise dichte Stratocumulusbewölkung an einer stark ausgeprägten Inversion, so dass die Sonne oftmals nur für wenige Stunden schien. Dagegen schien in Süddeutschland die Sonne 8 bis 14 Stunden, so dass am Oberrhein sommerliche Temperaturen bis 28°C registriert werden konnten.

In den folgenden Tagen wanderte GINA nur langsam ostwärts.

Am 10.07.2003 wurde praktisch ganz Deutschland von von Nordwesten heranwehender frischer Meeresluft (mP) erfasst. Nur der äußerste Westen und Süden hatte im Grenzbereich der von Westen heranziehenden Warmfront und der zu den Alpen vorstoßenden Kaltfront noch überwiegend freundliches und mäßig warmes Wetter.

Am Folgetag zog GINA weiter nach Osten bis Südosten. Infolge des länger anhaltenden Sonnenscheins, vor allem im Nordosten, erwärmte sich die Luft rasch. Damit stieg die Temperatur in Berlin erstmals in diesem Monat über 25°C, so dass der erste Sommertag im Juli verzeichnet werden konnte.

Am 12.07.2003 war GINA weiter nach Südosten gezogen, und befand sich nun mit ihrem Zentrum über dem Balkan, wo nochmals sommerliche Temperaturen registriert werden konnten.

Am darauf folgenden Tag war sie bereits nach Südosten abgezogen.

 

 

Geschrieben am 08.08.2003 von Jana

Wetterkarte: 11.07.2003

Pate: Dr. Stephan Eiche