Lebensgeschichte

 

Hochdruckgebiet  WERNER

(getauft am 04.08.2008)

 

 

Am 05.08.2008 weitete sich ein Ableger des Azorenhochs bis nach Mitteleuropa aus, der bereits tags zuvor in der Vorhersagekarte auf den Namen WERNER getauft wurde. Die besagte Antizyklone nahm dabei die Funktion eines Zwischenhochs ein und sorgte nach dem ostwärts gerichteten Abzug des Tiefs BIRGIT über dem gesamten Raum von Großbritannien über Deutschland bis nach Norditalien für eine deutliche Wetterberuhigung. Zwar gab es im nordöstlichen Deutschland noch einmal Windböen bis Stärke 8 und in Mecklenburg auch letzte Schauer, doch schien im Südwesten die Sonne bereits wieder mehr als 10 Stunden lang. Mit Maxima von knapp 28°C wie in Karlsruhe war der Oberrhein damit die wärmste Gegend Deutschlands. Auch am 06.08.2008 lag das gesamte Mitteleuropa im Einflussbereich von WERNER. Bei strahlendem Sonnenschein und nur wenigen Schönwetterwolken stieg die Temperatur entlang von Rhein und Main auf Werte über 30°C an. Der Höchstwert wurde mit 32,1°C in Nörvenich gemessen. Noch heißer wurde es im Süden und Westen Europas, wobei auf Sardinien gar über 40°C registriert werden konnten. Am Folgetag wurde das Hoch WERNER durch das voranschreitende Tief CHRISTINE etwas nach Osten abgedrängt. Gleichzeitig verstärkte sich mit zunehmend südlicher Windrichtung erneut der Transport von heißen und energiereichen Luftmassen nach Mitteleuropa, welche aber schon tags drauf in Verbindung mit heftigen Schauern und Gewittern wieder ausgeräumt wurden. Unterdessen verlagerte sich WERNER weiter gen Osten und brachte dem gesamten Osteuropa von der Ostsee bis zum Schwarzen Meer ruhiges und sommerliches Hochdruckwetter. Im weiteren Verlauf kam er etwa südlich des Urals zum Liegen, verblieb dort bis zum 16.08. und bewegte sich dann unter Abschwächung aus dem europäischen Wetterkarten-Ausschnitt heraus.

 


Geschrieben am 16.09.2008 von Thomas Schubert

Wetterkarte: 06.08.2008

Pate: Werner Jost