Lebensgeschichte

 

Hoch ZARAH

(getauft am 24.10.2009)

 

Am 24.10.09 wurde eine sich vom Atlantik bis nach Spanien erstreckende Hochdruckzelle auf den Namen ZARAH getauft. In seinem Einflussbereich sorgte es für nur geringe Bewölkung und sommerliche Temperaturen. So wurden im Süden und Osten Spaniens verbreitet 10 Stunden Sonnenschein registriert, beispielsweise in Alicante schien die Sonne 10,3 Stunden oder in Murcia sogar 10,5 Stunden. An der Ostküste des Landes stieg die Temperatur vereinzelt auch über die 30 °C Marke, 30,2 °C wurden in Valencia und 31,2°C in Alicante erreicht.

Zum darauffolgenden Tag verlagerte sich ZARAH nur wenig nordwestwärts. Während der Norden Spaniens dicht bewölkt war, gab es im Süden und Osten wieder einen sonnenreichen Tag. So wurden z.B. in Moron de la Frontera, in Südspanien 10,8 Stunden Sonnenschein, oder in Murcia 9,8 Stunden Sonne gemessen. Auch die Temperatur stieg an der Süd- und Ostküste nochmals verbreitet über 29 °C.

Das Hochdruckgebiet ZARAH zog zum 26.10.09 weiter nach Nordwesten und sein Einfluss reichte bis nach Südengland und die Südspitze Irlands. Im Süden Englands wurden verbreitet 17 °C erreicht und auch in Valentia im Südwesten Irlands wurden 17,0 °C registriert. Durch die andauernde Zufuhr afrikanischer kontinentaler Luft wurden erneut in Südspanien 29 °C und in Jerez de la Frontera sogar 30,2 °C gemessen. In ganz Spanien war es ein sonnenreicher Tag mit verbreitet 9 Stunden Sonnenschein. Aber auch in Südfrankreich gab es kaum Stationen die unter 9 Stunden Sonnenschein meldeten, in Millan wurden sogar 10,3 Stunden registriert, wobei das Thermometer überall über 20 °C stieg und das Maximum bei Le Luc mit 24,0 °C erreicht wurde.

Am 27.10.09 verlagerte sich ZARAH weiter nach Osten und befand sich nun mit dem Zentrum über Mitteleuropa. Während über Frankreich kaum Wolken anzutreffen waren und die Sonne fast überall mindestens 8h schien, im Süden sogar bis 10 Stunden, war der Westen und Süden Deutschlands von hoher Bewölkung betroffen, aus der es zwar nicht regnete, aber dadurch auch die Sonne kaum eine Chance hatte. Nur der äußerste Südwesten konnte Sonnenschein verzeichnen. Das Maximum lag dabei auf dem Feldberg mit 9,9 Stunden. Somit lag die Höchsttemperatur in Deutschland auch nur bei 14 °C. In Frankreich hingegen stieg sie im Südenwesten sogar bis 27 °C. Sonst wurden verbreitet 18 °C erreicht.

Am 28.10.09 veränderte sich an der Lage des Hochdruckgebiets kaum etwas und in seinem Einflussbereich blieb es weiterhin für diese Jahreszeit recht mild. In den zentralen und südlichen Teilen Frankreichs wurde verbreitet noch die 20 °C überschritten, im äußersten Südwesten auch 25 °C, beispielsweise lag das Temperaturmaximum in Pau bei 26,0 °C. Die britischen Inseln profitierten ebenfalls von der herangeführten subtropischen Luft, und vielfach wurde in England 19 °C erreicht. In Irland und Schottland war es fast ebenso mild, Shannon, im Westen Irlands, meldete 17,5 °C und Aberdeen in Schottland 17,8 °C. In Deutschland war der Einfluss ZARAHs nur im Süden und Westen spürbar. Dort schien nach Auflösung von Hochnebelfeldern noch verbreitet 5-7 Stunden die Sonne. Die Temperatur stieg nur vereinzelt über 16 °C, beispielsweise in Aachen auf 16,3 °C.

Am 29.10.09 verlagerte sich ZARAH etwas nach Westen und brachte Frankreich erneut einen sonnigen und milden bis warmen Tag. Im Süden wurden bis zu 25 °C und 9 Stunden Sonnenschein gemessen. Auch in Südengland erreichte die Temperatur Werte bis zu 17 °C, jedoch schien durch hochnebelartige Bewölkung kaum die Sonne.

Am 30.10.09 vereinte sich Hoch ZARAH mit dem von Skandinavien nach Süden ziehenden Hochdruckgebiet ANTONIA und verschwand somit von unserer Wetterkarte.

 


Geschrieben von Claudia Wersing am 2.12.2009

Wetterkarte: 27.10.09                                          

Pate: David Müller