Lebensgeschichte

 

Tiefdruckgebiet  ANKE

(getauft am 28.10.2006)

 

 

 

Am 28.10. entstand an den Ausläufern von Tief ZIPPORA über den Britischen Inseln ein neues Tief, welches noch am gleichen Tag auf den Namen ANKE getauft wurde und sich rasch weiter entwickelte.

Bis zum Abend fiel in Deutschland nördlich der Mittelgebirge im Warmsektor von ANKE verbreitet anhaltender Regen mit einstelligen Niederschlagssummen, nur in Chemnitz wurden 11 Liter pro Quadratmeter registriert. Bereits in der Nacht erreichte die Kaltfront von ANKE Norddeutschland mit zum Teil kräftigen Schauern und Gewittern. Auf dem Brocken und in Braunlage wurden bis zum Morgen über 25 Liter pro Quadratmeter als 12-stündige Niederschlagsmenge registriert. Die Tiefsttemperaturen waren mit 11 bis 14°C auch deutlich zu mild für Ende Oktober. Auf der Rückseite der Kaltfront bildeten sich im Laufe des nächsten Tages zahlreiche Schauer und Gewitter, die von starken bis stürmischen Böen begleitet wurden. Im Flachland erreichten die Böen Stärke 8 bis 9, auf den Mittelgebirgen sogar Stärke 11 (über 100km/h). Die Höchsttemperaturen erreichten insbesondere im Südwesten Deutschlands noch einmal sehr milde 20°C, in Mannheim sogar 21°C.

Das Zentrum von ANKE verlagerte sich währenddessen rasch von der Ostsee über Polen zum Schwarzen Meer, hatte aber noch immer einen Kerndruck von unter 1000hPa und sorgte auch im Südosten Europas für längere Regenfälle. So fielen z.B. in Kiew innerhalb von 24 Stunden 10 Liter pro Quadratmeter. Ebenso schnell wie ANKE entstanden war, zog sie sich auch wieder zurück und löste sich am 31.10. über dem Ural auf.

 

 

 


Geschrieben am 12.12.2006 von Matthias Treinzen

Wetterkarte: 29.12.2006

Pate: Anke Bleifuss