Lebensgeschichte

 

Tiefdruckgebiet  CARLO

(getauft am 26.11.2007)

 

 

 

An der Südspitze Grönlands bildete sich am Rande eines stark ausgeprägten Langwellentrogs und des damit verbundenen Kaltluftvorstoßes der kleine Tiefdruckwirbel CARLO mit einem Kerndruck von 980hPa. An seinen Frontausläufern erreichte das Orkantief auf dem Atlantik aufgrund hoher Isobarendrängung die Windstärke 12bft, also Windspitzen mit über 120km/h. Jener Druckausgleich und die Verlagerung des Tiefdruckgebiets nach Westen sorgten am darauf folgenden Tag im Bereich Islands und auf weiten Teilen des Ozeans für Wetterberuhigung, was auch der angestiegene Kerndruck von 1010hPa verdeutlichte.

Das Zentrum von CARLO zog daraufhin weiter Richtung Nordwesten, während seine Fronten die Britischen Inseln überquerten und weiter auf das Festland Europas zu liefen. An den Küsten von Deutschland sorgten sie für Sprühregen und Nebel. An der Okklusion vor der Küste Norwegens bildete sich ein neues Tiefdruckgebiet namens DETLEF, welches auch die wetterbestimmenden Ausläufer übernahm.

Bereits im Auflösungsprozess brachte CARLO auf seinen letzten Kilometern Zugbahn in Richtung Spitzbergen der Insel einen Temperaturanstieg von über 10°C und löste sich dann dort vor der Küste am 30.11.2007 auf.

 

 

 

 


Geschrieben am 08.12.2007 von Christopher Kadow

Wetterkarte: 27.11.2007

Pate: Karl Schaefer