Lebensgeschichte

 

Tiefdruckgebiet  DIANA

(getauft am 12.03.2006)

 

 

 

Im Verlaufe des 11. März bildete sich ein kräftiger Tiefdruckwirbel mit Zentrum über Süditalien. Er brachte erhebliche Niederschläge, so fielen beispielsweise in Norditalien bis zu 40 mm Regen pro Quadratmeter. Am 12. März wurde das Tief auf den Namen DIANA getauft.

Im Tagesverlauf zog es nach Osten, wobei auf der Rückseite des Tiefdruckwirbels in Norditalien durch einen Kaltluftvorstoß von Nordeuropa her nur noch rund 5°C erreicht wurden, während in Rom im Bereich des Warmsektors von DIANA frühlingshafte 15°C gemessen werden konnten. Am gleichen Tag setzte bereits der Okklussionsprozess von DIANA ein, d.h. das Tief war in seiner Entwicklung bereits soweit voran geschritten, dass die Kaltfront die Warmfront einholte. Dabei wurde die höhenkalte Luft stark labilisiert, sodass über der Ägäis zum Teil kräftige Schauer und Gewitter entstanden. So fielen auf der Insel Limnos innerhalb von 12 Stunden beachtliche 29 mm Regen, während es auf Zypern bei Temperaturen von bis zu 21°C trocken blieb.

Im weiteren Verlauf zog DIANA weiter nach Osten ab und befand sich am 14. März über dem Schwarzen Meer. In der Türkei waren mit DIANA starke Schauer und Gewitter verbunden.

Am 15. März schwächte sich DIANA weiter ab und verlagerte ihr Zentrum in Richtung Halbinsel Krim. Nur noch Moldawien und die Ukraine waren im mit Niederschlägen verbundenen Einflussbereich von DIANA verblieben. DIANA blieb am 16. März ohne größere Auswirkungen zunächst stationär mit Zentrum über dem Schwarzen Meer und löste sich dann im Verlauf des 17. März auf.

 


Geschrieben am 29.03.2006 von Sophie Oberländer

Wetterkarte: 12.03.2006

Pate: Diana Wendemuth