Lebensgeschichte

 

Tiefdruckgebiet  ELLI

(getauft am 07.11.2006)

 

 

 

Am 07.11.2006 bildete sich über der Norwegischen See ein Tief, welches auf den Namen ELLI getauft wurde. Einen Tag später war es bereits weiter südlich gezogen und befand sich mit seinem Zentrum über der Nordsee. In der Nacht sorgte es an der dänischen Nordseeküste und auf Rügen für Böen der Windstärke 11.

Am 09.11.2006 befand sich das Zentrum von Tief ELLI über der Ostsee. Die dazu gehörige Kaltfront überquerte Teile Deutschlands und brachte vielerorts Regen (25 mm in Braunlage im Harz). In der nachfolgenden, labil geschichteten Luft bildeten sich an der Nordseeküste Schauer und Gewitter. In Berlin kam es zu Graupelschauern und Böen der Windstärke 8. In den Mittelgebirgen fiel der Niederschlag in Form von Schnee, so meldete der Fichtelberg im Erzgebirge 6 cm Neuschnee.

Am 10.11.2006 war Tief ELLI bis in den Raum Moskau weiter gezogen, wo es auch seinen geringsten Kerndruck von 995 hPa erreichte. Im mitteleuropäischen Raum sorgte das nachfolgende Hoch TERRY für eine Wetterberuhigung. Am Folgetag befand sich das Zentrum von Tief ELLI bereits westlich von Perm über dem Wolgabecken, am 12.11.2006 war es von europäischen Wetterkartenausschnitt verschwunden.

 

 


Geschrieben am 19.11.2006 von Anne Matthies

Wetterkarte: 09.11.2006

Pate: Elke Linke