Lebensgeschichte

 

Tiefdruckgebiet  JOHANNA

(getauft am 18.11.2006)

 

 

 

JOHANNA bildete sich im Laufe des 17.11. nördlich der Azoren und war bereits in der Bodenwetterkarte vom 18.11., 01Uhr als vollständig entwickeltes Tief zu erkennen. Dementsprechend wurde es noch am gleichen Tag auf den Namen JOHANNA getauft.

Der Kerndruck war mit 1010hPa zwar nicht sehr stark ausgeprägt, zog aber sehr schnell Richtung Osten und erreichte noch am gleichen Abend die Iberische Halbinsel. Dort frischte der Wind auch merklich auf und in La Coruna (Spanien) wurde sogar eine beachtliche Niederschlagsmenge von 33 Liter pro Quadratmeter innerhalb von 24 Stunden registriert.

Bis zum Mittag des nächsten Tages wurde auch der Westen Deutschlands von der Warmfront und dem länger anhaltenden Regen erfaßt. Zum Beispiel fielen in Bad Salzuflen 11 Liter Regen pro Quadratmeter innerhalb von 6 Stunden.

Im Bereich des Warmsektors von JOHANNA stiegen die Tagestemperaturen auf Höchstwerte von verbreitet 10°C, in Süddeutschland sogar auf 14 bis 15°C.

Die Kaltfront, die noch am Abend über Nordwestdeutschland hinwegzog, brachte nochmals verbreitet Regenmengen von über 10 Liter pro Quadratmeter mit sich und anschließend fielen die Temperaturen auf der Rückseite vereinzelt bis auf den Gefrierpunkt.

In der Nacht bildete sich am südlichen Ende der Kaltfront von JOHANNA ein kleines Teiltief, welches über Norditalien zum Teil kräftige Gewitter mit Niederschlagsmengen bis zu 17 Liter pro Quadratmeter auslöste.

Am 20.11. erreichte das Zentrum von JOHANNA das Baltikum und löste sich dort im Laufe des Tages auf. Damit betrug die Lebensdauer von Tief JOHANNA etwa 4 Tage.

 

 


Geschrieben am 18.01.2007 von Matthias Treinzen

Wetterkarte: 19.11.2006

Pate: Meinhard Wohlgemuth