Lebensgeschichte

 

Tiefdruckgebiet  LOTTE

(getauft am 30.12.2006)

 

 

 

Am 30.12.2006 bildete sich über dem Atlantischen Ozean ein neues Tiefdruckgebiet aus, welches auf den Namen LOTTE getauft wurde. Einen Tag später befand es sich einige hundert Kilometer westlich von Irland.

Am 01.01.2007 war es bis vor die Küste von Norwegen gezogen und hatte nur noch einen Kerndruck von 975 hPa. Sein bereits okkludierendes Frontensystem zog über Deutschland hinweg und brachte für die Jahreszeit viel zu milde Luft nach Mitteleuropa. In Berlin-Dahlem wurde der Rekord für die Tageshöchsttemperatur am 1. Januar mit 11,0ºC um 0,3ºC überschritten. In Südfrankreich und Nordspanien wurden sogar Temperaturen von über 20ºC registriert (bspw. San Sebastian 21,8ºC).

Am 02.01.2007 befand sich Tief LOTTE mit ihrem Zentrum über der nördlichen Ostsee. In der Nacht bildeten sich in der abkühlenden feuchten Luft verbreitet Schauer und kurze Gewitter. In der nachfolgenden kühlen Meeresluft fiel im Bergland Schnee (Brocken 7cm, Fichtelberg 11cm). In Freudenstadt im Schwarzwald wurden 17cm Neuschnee gemessen.

Am Folgetag war Tief LOTTE weiter nach Osten gezogen und befand sich nordöstlich von St. Petersburg. Ihr Kerndruck hatte sich auf 990 hPa erhöht. Gemeinsam mit dem über Spanien liegenden Hoch BERNHARD wurde weiter subpolare, labil geschichtete Meeresluft nach Deutschland transportiert, die in den Bergregionen weiteren Schneefall brachte, während im Flachland bei Höchsttemperaturen von 2-7ºC verbreitet Regen- und Graupelschauer auftraten. Am 04.01.2007 konnte das Tief LOTTE letztmalig auf der Berliner Wetterkarte analysiert werden.

 

 


Geschrieben am 17.02.2007 von Anne Matthies

Wetterkarte: 01.01.2007

Pate: Charlotte Bowe