Lebensgeschichte

 

Tiefdruckgebiet  PETRA

(getauft am 23.09.2006)

 

 

Bereits am 22. September spaltete sich von dem immer noch kräftig ausgebildeten Sturmtief ex-GORDON, welches sich aus dem ehemaligen Hurrikan GORDON gebildet hatte, ein Teiltief ab. Dieses wurde am 23. September nordöstlich von Großbritannien liegend auf den Namen PETRA getauft.

Das sommerliche Wetter hielt in großen Teilen Deutschlands am Herbstanfang noch an, wobei diese warme Luft über Mitteleuropa durch die Tiefs ex-GORDON und PETRA von der wesentlich kühleren Luft im Westen Europas getrennt wurde. So wurden in Großbritannien am 22. September nur Temperaturen von 17 bis 19 °C gemessen und es fielen teilweise beträchtliche Niederschlagsmengen. Während sich ex-GORDON am 23. September langsam abschwächte und nach Südwesten abzog, intensivierte sich das Tief PETRA und verlagerte sich nordostwärts.

Am Morgen des 24. Septembers befand sich PETRA bereits über Nordskandinavien. Nur im äußersten Westen Deutschlands sorgten Ausläufer des Tiefs für wechselhafteres Wetter, sodass sich westlich des Rheins die Sonne kaum zeigte und die Mittagstemperaturen um 18°C lagen. Der größte Teil Deutschlands befand sich dagegen unter Hochdruckeinfluss. In Berlin- Dahlem wurde mit 27,6°C der wärmste 24. September seit 1908 registriert.

Am 25. September zog das Tief über die Insel Novaja Semlja und die Karasee hinweg. Auf der Rückseite von PETRA breitete sich arktische Kaltluft aus, die einen Vorgeschmack auf den nahenden Winter brachte. Im Bereich des Polarkreises, im äußersten Norden Schwedens, wurden in der Nacht zum 25. September bereits Werte unter -5 °C registriert.

Daraufhin verschwand das Tief PETRA nordostwärts von unseren mitteleuropäischen Wetterkarten.

 


Geschrieben am 04.10.2006 von Sophie Oberländer

Wetterkarte: 23.09.2006

Pate: Petra Förg