Lebensgeschichte

 

Tiefdruckgebiet  RAMONA

(getauft am 04.07.2006)

 

 

Am 4.7.2006 nach Einzug in Westfrankreich getauft, stellte das Tief RAMONA eine kurze gewitterreiche Unterbrechung des andauernden trockenen Sommerwetters in Deutschland dar. Von Frankreich aus verlagerte sich das flache Bodentief RAMONA langsam gen Osten.

Am 5.7.2006 geriet der Westen Deutschlands in den direkten Einflussbereich und es bildeten sich erste, zum Teil unwetterartige Gewitter mit maximalen Windspitzen der Stärke 10 und Niederschlägen von bis zu 70,2 l/m2 (Baden-Württemberg). Hinter der Gewitterzone strömte deutlich feuchtere und etwas kühlere Luft ein. Im Osten Deutschlands war es währenddessen noch heiß und trocken mit Temperaturspitzen von 33°C. Am 6.7. war dann ganz Deutschland gewitterträchtiges Gebiet, so dass am Abend an den verschiedensten Orten Gewitter unterschiedlicher Intensitäten verzeichnet werden konnten.

Auch einen Tag später war das nur auf der Bodenkarte erkennbare Tief RAMONA mit seinen subtropischen und damit sehr warmen und feuchten Luftmassen zusammen mit der Aufheizung durch Sonneneinstrahlung Auslöser für weitere Gewitter mit wiederum zum Teil sintflutartigen Regenfällen. So konnten in Berlin-Charlottenburg in 24 Stunden 104,4 l/m2 gemessen werden, was deutlich mehr ist als normalerweise im ganzen Monat Juli fällt. Auch in Dahlem wurde mit 63,2 l/ m2 die zweitgrößte Niederschlagsmenge in 24 Stunden nach 65,3 l/ m2 am 25.7.1930 registriert. An anderen Orten dagegen blieb Niederschlag völlig aus.

Am 8.7. lag RAMONA über Pommern und es kam abermals zu Gewittern, bevor sie dann von den Wetterkarten verschwand.

 

 


Geschrieben am 05.08.2006 von Juliane Büttner

Wetterkarte: 06.07.2006

Pate: Ramona Landerer