Lebensgeschichte

 

Tiefdruckgebiet  ROSA

(getauft am 01.12.2006)

 

 

 

Am Freitag, dem 1. Dezember 2006, tauchte auf der Berliner Wetterkarte ein Tiefdruckgebiet über der Ungava Bay im Nordosten Kanadas auf, das auf den Namen ROSA getauft wurde.

Am 2.12. lag es bereits südlich von Grönland und hatte zu diesem Zeitpunkt einen Kerndruck von etwa 975 hPa. Einen Tag später lag das Tief ROSA dann schon nordwestlich von Irland und wurde zunehmend zum wetterbestimmenden Faktor für Nordwesteuropa. Der Kerndruck war auf ca. 960 hPa gesunken - das Tief hatte sich zu einem Orkantief verstärkt. Zu erkennen ist dies gut auf dem europäischen Wetterbild vom 3. Dezember. Dabei gab es starken Regen, so fielen in Glasgow 24 Liter Regen pro Quadratmeter in 24 Stunden und im irischen Shannon 22 Liter in 24 Stunden.

Auch in Deutschland machte sich das Tief ROSA bemerkbar mit windigem Schauerwetter, aber auch für die Jahreszeit milden Temperaturen. So wurden in Köln herbstliche bzw. frühlingshafte 14°C gemessen.

Am Montag, dem 4.12., verlagerte das Tief ROSA seinen Kern nach Norden und führte an der Station Stornoway auf den Äußeren Hebriden in Schottland zu wolkigem Wetter bei stürmischem Westwind; die Temperatur stieg dort auf milde 11°C. In Edinburgh und Glasgow regnete es bei ebenfalls starkem bis stürmischem Wind. Im norwegischen Bergen erreichte das Thermometer 9°C und die Windstärke lag bei 8 Beaufort. Der Kern von ROSA hatte sich am 5. Dezember in das mittlere Norwegen verlagert und führte in Trondheim zu südöstlichem Wind und einem Föhneffekt, der 7°C bei leichter Bewölkung brachte. Am Nikolaustag befand sich das Tief ROSA vor der norwegischen Küste und wurde bis zum 7. Dezember vom nachfolgenden Tief TINA praktisch "überholt". Es verlor deutlich an Wirkung und war am 8. Dezember nicht mehr als einzelnes Tief auf der Wetterkarte zu orten.

 

 


Geschrieben am 18.12.2006 von Heiko Wiese

Wetterkarte: 04.12.2006

Pate: Rosa Ganser