Lebensgeschichte

 

Tiefdruckgebiet  SIGRUN

(getauft am 17.04.2006)

 

 

Nach dem Zusammentreffen mehrerer Frontensysteme bildete sich am 17.04. über dem Nordatlantik der neue Tiefdruckwirbel SIGRUN, der Kerndruck lag bei etwa 1010 hPa. Dieser schritt rasch nach Osten voran und verband sich am 19.04. mit dem wellenden, schwach ausgeprägten Frontenzug über Mittel- und Osteuropa. Dabei kam es über den Britischen Inseln zu einer vorübergehenden Aufteilung in zwei Zentren: SIGRUN I und SIGRUN II.

Während sich das vorauseilende Tiefzentrum SIGRUN II mit einem Kerndruck von 1006 hPa am 21.04. bis nach Finnland vorarbeitete, verlor SIGRUN I als Teil der nachfolgenden Frontenschleppe seine Wirbeleigenschaft und verschwand.

SIGRUN II, nun wieder SIGRUN genannt, verlagerte sich derweil Schnee bringend bis in das nördliche Russland, wobei der Kerndruck am 22.04. mit 1002 hPa sein Minimum erreichte. Über dem nördlichen Ural wurde SIGRUN dann von dem sich ausweitenden Hoch NIKOLAI in das nördliche Westsibirien abgedrängt, wo es am 25.04. in abgeschwächter Form den Bereich der Berliner Wetterkarte verließ.

 


Geschrieben am 23.05.2006 von Richard Löwenherz

Wetterkarte: 21.04.2006

Pate: Sigrun Iburg