Lebensgeschichte

 

Tiefdruckgebiet  SUSI

(getauft am 06.07.2006)

 

 

Am 06.Juli entstand über dem Nordosten von Island ein Tiefdruckgebiet, welches auf den Namen SUSI getauft wurde. Am folgenden Tag (7.Juli) brachte SUSI dem Nordosten von Island Nebel und starke Niederschläge in Form von Regen.

In der Nacht zum 08.07. war SUSI nur geringfügig in nordöstliche Richtungen weiter gezogen. Das Zentrum des Tiefdruckgebietes lag nun vor der Südküste von Jan Mayen im Europäischen Nordmeer. Zusammen mit dem Tiefdruckgebiet RAMONA, dessen Zentrum sich über dem Nordosten Deutschlands befand, bildete sie eine straffe zonal ausgerichtete Frontalzone. Diese labile Wetterlage führte zu starken Gewittern und hohen Niederschlagsmengen im gesamten Gebiet der Bundesrepublik. So brachte eine Gewitterzelle an diesem Morgen vor allem Potsdam und dem Westteil von Berlin starke Regenfälle. Dabei wurde an der FU-Station Charlottenburg innerhalb von einer Stunde eine Niederschlagsmenge von 44,2l/m² registriert. Betrachtet über den gesamten Monat fiel damit an vielen Stationen überdurchschnittlich viel Regen.

Das Gewittertief RAMONA löste sich im Laufe der Nacht zum 9.Juli auf, so dass SUSI nun wieder als eigenständiges Tiefdruckgebiet auf der Wetterkarte erschien. Das Zentrum hatte sich kaum verlagert und befand sich direkt über Jan Mayen. Dort sorgte SUSI an diesem Tag erneut für mäßigen Regen.

Auch am 10.7. befand sich das Tiefdruckzentrum noch unmittelbar über der Insel im Europäischen Nordmeer. Doch wurde SUSI schwächer und brachte Jan Mayen nur noch leichten Regen. Dies war der letzte Tag an dem SUSI auf der Berliner Wetterkarte erschien.

 

 

 

 

 


Geschrieben am 23.07.2006 von Anne Theuerkauf

Wetterkarte: 08.07.2006

Pate: Susanne Stahl