Lebensgeschichte

 

Tiefdruckgebiet  TRIXI

(getauft am 10.10.2006)

 

 

 

Am 10.Oktober 2006 erhielt ein nordatlantischer Tiefdruckwirbel, dessen Entwicklung seit einem Tag auf dem europäischen Wetterkartenausschnitt beobachtbar war, den Namen TRIXI.

Ihre Kaltfront führte an jenem Tag bereits im Westen der Iberischen Halbinsel und in Frankreich sowie Großbritannien zu ergiebigem Regen und Gewittern. Im Verlauf der folgenden 24 Stunden bewegte sie sich jedoch nur langsam gegen das Hoch OLAF, welches stabil über Südskandinavien lag, vorwärts gen Osten. Dabei verstärkte TRIXI sich auf einen Kerndruck von unter 970 hPa in der Nacht zum 12.10.06. Sie nahm dabei fast schon ein von Westen nachfolgendes Tief auf.

Im südlichen Bereich der Kaltfront - in den Pyrenäen und dem Zentralmassiv Frankreichs - kam es abermals zu starken Niederschlägen, verursacht durch ein Teiltief über dem Mittelmeer, welches große Menge von Wasserdampf nach Norden führte. So wurden auf dem Mont Aigoual im südlichen Zentralmassiv 192 mm Regen in 24 Stunden verzeichnet.

In den folgenden Tagen verhinderte Hoch OLAF weiterhin das Übergreifen TRIXIs auf den deutschen Raum. Das erwähnte Teiltief trennte sich jedoch ab und führte an der französischen Mittelmeerküste sowie auf den Balearen abermals zu Gewitterschauern. TRIXI wanderte derweil langsam in Richtung Nordmeer. Sie teilte sich in zwei Tiefdruckgebiete, welche unterschiedliche Entwicklung nahmen, und verlor dadurch am 15.10.2006 ihren Namen. Eine Hälfte verblieb in der Gegend Island und verschwand allmählich, während sich ein zweiter Teil noch einmal vertiefte auf einen Kerndruck unter 995hPa und über Nordskandinavien nach Sibirien zog.

 


Geschrieben am 20.10.2006 von Juliane Büttner

Wetterkarte: 12.10.2006

Pate: Beatrice von der Helm