Lebensgeschichte

 

Tiefdruckgebiet  USCHI

(getauft am 22.04.2006)

 

 

 

Auf der langen Frontenlinie zwischen den Tiefdruckgebieten SIGRUN und THERESIA bildete sich am 21.04. über Deutschland eine kleine Welle aus, die sich rasch zu einem eigenständigen Tiefdruckwirbel aufbaute und am Folgetag auf den Namen USCHI getauft wurde. Ihr Kerndruck lag etwa bei 1015 hPa, also recht hoch.

An ihrer Ostflanke verstärkten sich die Hebungsprozesse erheblich, wobei im Norddeutschen Tiefland auch Gewitter beobachtet wurden. Bis zum Morgen des 22.04. wurde entlang eines schmalen Streifens ergiebiger Regen registriert, der von Bad Salzuflen (10 Liter pro Quadratmeter) über Bückeburg nach Hannover (je 12 l/m²) reichte. Gleichzeitig gelangte von der Nord- und Ostsee her feucht-kalte Luft mit Stratus-Bewölkung nach Nordwestdeutschland, wodurch die Temperatur am Vormittag durchweg unter 10°C blieb.

Insgesamt zeigte USCHI jedoch bei ihrer Regen bringenden Drift von Norddeutschland zum südlichen Ostseeraum kaum Entwicklung, da sie sich ständig zwischen den Hochdruckgebieten NIKOLAI und MICHI befand. Der Kerndruck stieg sogar weiter an und erreichte am 25.04. über Südschweden 1020 hPa. Damit war das Tief USCHI vom Hochzentrum MICHI I kaum noch zu unterscheiden, so dass das verbleibende Frontensystem am 27.04. vom herannahenden Tief WENDELINE kurzerhand vereinnahmt wurde. USCHI konnte nicht mehr auf der Wetterkarte analysiert werden.

 


Geschrieben am 23.05.2006 von Richard Löwenherz

Wetterkarte: 23.04.2006

Pate: Ursula Irmgard