Lebensgeschichte

 

Tiefdruckgebiet  UTE

(getauft am 09.07.2006)

 

 

Am 08.07.2006 bildete sich nordöstlich von Neufundland ein Tief, welches entlang der Frontalzone nach Osten Richtung Europa zog. Am 09.07.2006 wurde es südlich von Grönland liegend auf den Namen UTE getauft.

Am 11.07.2006 erreicht UTE die Faröer-Inseln in der Norwegischen See. Lediglich im Bereich der zum Tief UTE gehörenden Kaltfront, in den Niederlanden, konnten geringe Niederschläge gemessen werden. Dort traten auch vereinzelte Gewitter auf. Ansonsten blieben die Maximum-Temperaturen in Deutschland bei etwa 30ºC. Am 12.07.2006 erhöhte sich der Kerndruck des Tiefs UTE nach Erreichen des norwegischen Festlandes von 1005hPa auf 1010hPa, was zu einer entscheidenden Schwächung der Wetterwirksamkeit führte. Noch in der Nacht hatte die Kaltfront Deutschland überquert. Da sich aber direkt dahinter ein Zwischenhochkeil aufbaute, blieb die Wetterwirksamkeit auf wenige, relativ schwache Schauer und Gewitter beschränkt. So fielen in Braunlage im Harz 10 l/m², auf der Wasserkuppe 25 l/m², in Berlin blieb es dagegen, wie vielerorts, trocken. Allerdings konnte die heiße, subtropische Luft vorerst verdrängt werden.

Am 13.07.2006 erreichte UTE die Barent-See und verstärkte sich wieder. Der Kerndruck sank erneut auf 1005hPa. Südöstlich des Zentrums, in ganz Osteuropa, erreichten die Maximum-Temperaturen in der subtropischen Luft überall Werte über 30ºC. Auch in Mitteleuropa hielt die Abkühlung nicht lange an und die Tageshöchsttemperaturen überschritten verbreitet wieder die 30ºC-Marke. Die in der schwülen Luft entstandenen Schauer und Gewitter brachten erneut Niederschläge wie z.B. in Regensburg mit 9 l/m² oder in Augsburg mit 26 l/m².

Am 14.07.2006 verschmolz UTE nördlich von Skandinavien gelegen mit dem nachfolgenden Tief VALLY und verschwand damit von der Wetterkarte.

 

 


Geschrieben am 21.07.2006 von Anne Matthies

Wetterkarte: 11.07.2006

Pate: Ute Franz