Lebensgeschichte

 

Tiefdruckgebiet  ZIPPORA

(getauft am 27.10.2006)

 

 

Über dem Nordatlantik vor der Ostküste Neufundlandes bildete sich am 27.10. aus der Okklusionsfront einer steuernden Zyklone ein neue abgeschlossene Tiefdruckzirkulation. Diese wurde auf den Namen ZIPPORA getauft.

Mit einem Kerndruck von 985 hPa lag ZIPPORA südwestlich Islands. Der Insel brachte das Tief bis zum Folgetag leichten bis mäßigen Regen. So wurde in Thorshavn eine Regenmenge von 14 Litern pro Quadratmeter gemessen. Die Temperaturen lagen um die 7°C und es herrschte schwacher Wind. ZIPPORAs Ausläufer gelangten bis zur Elbe, wo sie für leichten Regen sorgten.

Während ZIPPORA rasch alterte und okkludierte, zog sie am 29.10. weiter westlich in Richtung Südskandinavien. Dort wurde zunächst das Wetter vom Tiefdruckgebiet ANKE geprägt. Diese zog jedoch rasch weiter in Richtung Ukraine und ermöglichte es ZIPPORA sich nochmals zu verjüngen, so dass die Kaltfront bis nach Island und die Warmfrontausläufer über Dänemark, Deutschland und Osteuropa nach Russland reichten. In Deutschland brachte die Warmfront erneut leichten Regen und im Warmsektor (zwischen Warm- und Kaltfront) Temperaturen um die 10 – 12°C. Vor der Warmfront herrschten dabei Temperaturen um die 5°C, in Südschweden um den Gefrierpunkt.

Bis zum 31.10. verlagerte sich ZIPPORA weiter nach Osten und lag nun über dem nordrussischen Tiefland. Mit einem Kerndruck von unter 1000 hPa führte sie kalte arktische Luft nach Finnland und Skandinavien. An ihren Fronten brachte ZIPPORA bei -7°C leichten Schneefall.

ZIPPORA schwächt sich weiter ab, so dass sie am 01.11. zum letzten Mal auf der Berliner Wetterkarte westlich des Weißen Meeres über Russland analysiert wurde.

 


Geschrieben am 26.11.2006 von Sevim Müller

Wetterkarte: 28.10.2006

Pate: Harald Herdin